Clair Obscur: Expedition 33 hat mich total umgehauen – oder besser gesagt, es hat mich in eine Welt gezogen, die ich so nicht erwartet hatte. Das Spiel kam mit einem Wahnsinns-Hype daher, hat bei den Game Awards eine Ladung Preise abgeräumt, und ich konnte mich dem einfach nicht entziehen. Als totaler JRPG-Neuling war ich erstmal skeptisch, aber gerade weil’s ein westlicher Titel ist, fühlte sich der Einstieg perfekt an. Kein kompliziertes Anime-Gefasel, sondern eine düstere, fesselnde Story, die einen sofort packt und nicht mehr loslässt. Die Charaktere, die Welt, die Twists – ich hab mich richtig reingehängt und unzählige Stunden damit verbracht.

Der absolute Hammer ist das Kampfsystem. Das ist keine Standard-Turn-Based-Langeweile, sondern eine dynamische Wucht mit Echtzeit-Elementen, Parries, Combos und Strategie, die süchtig macht. Jeder Kampf fühlt sich wie ein Adrenalin-Kick an, und ich hab mich gefühlt wie ein Profi, wenn’s geklickt hat.

Trotzdem: Es gab Momente, die mich echt frustriert haben. Manche Textpassagen ziehen sich elendig in die Länge, oft mit Infos, die man eh vergisst oder nicht braucht. Und dann das Umherirren in manchen Abschnitten – leere Korridore, keine klaren Hinweise, das hat mir den Flow geraubt und den Spaß gebremst. Schade, weil der Rest so stark ist.

Insgesamt ein Erlebnis, das ich nicht missen wollte. Wenn du JRPGs ausprobieren willst oder einfach ein episches Abenteuer suchst, das dich fordert und belohnt: Zuschlagen!