Es befinden sich 29 Games im Log, davon wurden 3 mit 10/10 bewertet
Marvololog
Videospiele begleiten mich nun schon seit fast vier Jahrzehnten. Sie sind mehr als nur ein Hobby, sie sind eine Reise durch unzählige Welten und Geschichten. Um diese Erinnerungen festzuhalten, möchte ich hier ein persönliches Archiv, das MARVOLOLOG, ins Leben rufen. Es soll ein Ort für mich und für euch sein, an dem ich meine Eindrücke und Gedanken zu den Titeln teile, die mich geprägt haben.
Natürlich erhebt diese Sammlung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nach 40 Jahren Gaming-Geschichte ist es schier unmöglich, jeden einzelnen Titel aus dem Gedächtnis zu kramen, geschweige denn, die Zeit zu finden, sie alle hier zu verewigen. Doch Stück für Stück werde ich dieses Archiv füllen. Als Hommage an die Klassiker von früher und die Highlights von heute.
Die Bewertungen wirklich alter Klassiker erfolgt aus meinem, zugegebenermaßen manchmal lückenhaften, Gedächtnis. Ich bewerte also die Games auch nicht nach heuten Standards. Wenn ein Giana Sisters eine 7 von 10 ist, dann mit der Annahme, dass ich es 1987 bewertet hätte!
Ich versuche folgende Standards einzuhalten:
Wertung 9-10 sind absolute Meilensteine der Videospielgeschichte, die jeder zumindest einmal gespielt haben sollte.
Wertung 7-8 sind Meisterwerke des Genres und können genrefremde Spieler sicher für eine lange Zeit begeistern
Wertung 5-6 sind immernoch gute Games, die Genrefans spielen sollten
Alles darunter ist dann nur für echte Fans oder eben auch echter Abfall
A
Genre: Strategy
Schon seit dem allerersten Anno bin ich Fan der Serie, aber Anno 1800 hat mich wirklich sehr in seinen Bann gezogen. Ein wahnsinnig gutes Strategiespiel mit ebenfalls wahnsinnig guten DLCs. Sicherlich das Anno in dem ich bisher die meiste Zeit verbracht habe. Auch der Multiplayer bockt.
Genre: Adventure
Was für ein cineastisches Meisterwerk Another World damals war. Ich weiß noch genau, wie ich vor dem Amiga saß und aus dem Staunen einfach nicht mehr herausgekommen bin. Dieses bildschirmfüllende Intro und die für damalige Verhältnisse unglaublich echt wirkenden Animationen waren eine technische Offenbarung. Aus heutiger Sicht hat das Ganze natürlich seinen ganz eigenen, nostalgischen Charme, aber 1991 fühlte es sich an, als würde man einen interaktiven Film steuern.
Spielerisch hat es mich jedoch, ehrlich gesagt, nie so richtig abgeholt. Die ständige Gefahr durch fiese Würmer, die von den Decken fielen, oder die wolfsartigen Wesen als Gegner machten das Vorankommen oft mühsam. Ich habe die Diskette zwar immer wieder gern in den Amiga geworfen, nur um diese einzigartige Atmosphäre noch einmal aufzusaugen, aber wirkliche Freude am reinen Gameplay kam bei mir nie auf. Es bleibt für mich ein Spiel, das ich für seine Inszenierung und seinen Mut bewundere, während der Spielspaß selbst immer ein wenig im Schatten der beeindruckenden Technik stand.
Die Wertung ist also ein Kompromiss. Wenns rein ums Gameplay geht würde ich noch weniger geben, wenns um die Aufmachung geht wohl deutlich mehr.
Genre: Action
Arc Raiders hat mich umgehauen – wirklich, eines dieser Spiele, die dich sofort in den Bann ziehen und nicht mehr loslassen. In einer Zeit, wo Shooter sich oft nur in Mikrotransaktionen und generischen Maps verlieren, fühlt sich das hier wie eine frische Brise an. Die Welt da draußen, diese post-apokalyptische Ödnis mit den ARC-Räubern, die lauern und zuschlagen, baut eine Spannung auf, die ich so lange nicht mehr gespürt habe. Jede Session ist ein Adrenalinrausch: das Stealth-Element, das Teamplay, die intensiven Kämpfe – alles sitzt wie geschmiert.
Die Stimmung ist einfach perfekt. Dieser Soundtrack, diese ambienten Geräusche, die dich permanent auf Zack halten, ohne je zu nerven. Jeder Schuss, jeder Schritt hallt nach, und die Atmosphäre kriecht unter die Haut. Grafik und Performance laufen butterweich, egal ob solo oder mit Kumpels. Es ist einer der ganz wenigen Shooter in den letzten Jahren, die mich wirklich gepackt haben – Stunden verschwinden einfach.
Klar, es ist noch so frisch auf dem Markt, dass man den vollen Impact auf die Branche noch nicht spürt. Aber das ist nur eine Frage der Zeit. Für mich schrammt es haarscharf an der absoluten Perfektion vorbei, und ich kann’s kaum erwarten, was Embark als Nächstes drauflegt. Wenn du Action mit Tiefe suchst, hol dir Arc Raiders.
B
Genre: Strategie
Battle Isle aus dem Jahr 1991 – Mann, das war ein Strategiespiel, das mich richtig in seinen Bann gezogen hat. Ich erinnere mich noch genau, wie ich stundenlang vor dem Amiga saß und hexbasierte Karten mit Einheiten bevölkerte, Munition managte und jeden Zug bis ins Kleinste plante. Die Tiefe war unglaublich: Gelände spielte eine Rolle, Nebel des Krieges sorgte für Spannung, und die KI war knallhart, was das Ganze zu einem echten Denksport machte. Es fühlte sich an wie Schach auf Steroiden, mit Sci-Fi-Units und einer Kampagne, die einen immer wieder forderte, kreativ zu werden.
Aber ehrlich, ich bin da oft verzweifelt. Manche Missionen waren so brutal ausgeklügelt, dass ich nach dem x-ten Fehlschlag einfach aufgeben wollte – vor allem, wenn eine falsche Priorisierung alles zunichtemachte. Die Grafik war für die Zeit solide, aber heute wirkt sie natürlich retro, und die Ladezeiten zwischen Runden haben mich manchmal zur Weißglut getrieben. Trotzdem, es hat mich süchtig gemacht, weil der Erfolgsmoment, wenn endlich alles passte, einfach episch war. Ein Klassiker, der zeigt, wie Strategiespiele früher schon Meilensteine setzen konnten.
Genre: Simulation
Big Ambitions aus dem Jahr 2023 hat mich echt gepackt – das Spiel fühlt sich wie der Einstieg in ein episches Business-Abenteuer an. Die Vorstellung, von null auf hundert ein Imperium in New York aufzubauen, mit detaillierten Büros, cleverem Recruiting und all den kleinen Herausforderungen des Alltagsmanagements, ist einfach klasse. Es hat diesen typischen Simulations-Charme, der einen stundenlang fesselt und immer wieder neue Ideen weckt.
Trotzdem ist es noch Early Access, und das merkt man: Manche Mechaniken sind noch etwas roh, es fehlen Features, und gelegentliche Bugs stören den Flow. Deshalb spare ich mir die finale Urteil – erst wenn die volle Version Mitte oder Ende 2026 rauskommt, kann ich richtig abschließen. Bis dahin ist es aber schon eine richtig vielversprechende Sache, die richtig Potenzial hat. Wer Simulationsfans ist, sollte definitiv reinschnuppern!
Genre: Action
Brotato aus dem Jahr 2022 ist für mich ein echtes Meisterwerk unter den Roguelite-Shootern. Ich hab mir ernsthaft überlegt, ihm die absolute Höchstnote zu geben, aber hey, ich hab ein paar andere Perlen in meiner Sammlung, die das einfach noch einen Tick mehr verdienen. Trotzdem – das Ding ist so verdammt süchtig machend, dass ich Stunden versinken konnte, ohne es zu merken.
Was mich umhaut, ist, wie es den Bullet-Hell-Vibe von Vampire Survivors – dem unangefochtenen Genreprimus – nicht nur kopiert, sondern total übertroffen hat. Hier bist du eine Kartoffel (ja, wirklich!), die mit absurdem Arsenal gegen Horden von Aliens kämpft, und jede Run fühlt sich frisch an durch die Wahnsinnsvielfalt an Builds, Charakteren und Upgrades. Die Loops sind perfekt getimt, der Humor trocken und genial, und man merkt, dass die Entwickler jede Idee reingepackt haben, die Spaß macht. Ich lach immer noch über manche Kombos, die ich hingezaubert hab.
Kurz: Wenn du Vampire Survivors magst, hol dir Brotato. Es ist das bessere, intensivere Erlebnis, das dich nicht mehr loslässt. Absolut empfehlenswert!
Genre: Platformer
Ach, Bubble Bobble aus dem Jahr 1986 – das war so ein Klassiker, den ich immer total gern mit meinem besten Freund gezockt habe. Wir haben uns stundenlang vor dem Arcade-Automaten oder später auf dem Amiga festgesetzt, haben diese niedlichen Dinosaurier Bub und Bob gesteuert und alles mit Seifenblasen eingefangen. Für unsere Kinderaugen war das der absolute Hammer: Die bunten Levels, die springenden Feinde, die verrückten Power-Ups und diese endlosen Kettenreaktionen, wenn Blasen explodierten! Es hatte diesen magischen Multiplayer-Vibe, wo man sich gegenseitig geholfen oder auch mal sabotiert hat, und die Musik ist mir bis heute im Kopf.
Klar, mit der Zeit merkt man die Macken – es wird schnell repetitiv, und manche Levels haben einen zur Weißglut gebracht, weil man einfach nicht weiterkam. Aber genau das hat es auch so süchtig gemacht. Ein echtes Stück Kindheitserinnerung, das man nicht vergisst.
C
Genre: Simulation
Cinema Simulator 2025 hat mich erstmal neugierig gemacht – Kino managen, Filme buchen, Popcorn verkaufen, klingt doch nach entspanntem Spaß. Aber ehrlich, es ist eher einer der schlechteren Simulatoren, die ich mir in letzter Zeit angetan hab. Für ein paar Stunden war’s okay, hat mich ein bisschen reingezogen, aber mehr auch nicht. Die Mechaniken werden schnell repetitiv, die Grafik wirkt billig und die Tiefe fehlt komplett. Da gibt’s deutlich bessere Games im Simulator-Genre, die einen richtig fesseln und nicht nach so kurzer Zeit langweilig werden. Schade, Potenzial war da.
Genre: Strategie
Wir sprechen hier über das allererste Civ von 1991. Sid Meier ist der Urvater der rundenbasierten Strategie am Computer. Ich steckte Stunde um Stunde in Civilization und verstand, ob meines noch recht jungen Alters, ziemlich wenig was da so über meinen Bildschirm flackerte. Die Optik war noch recht bescheiden, aber das Spielgefühl und der Gedanke etwas großes zu erleben, eine Nation zu formen und zu Weltruhm zu führen, der war damals schon da.
Civilization ist eine Serie, die nicht mehr aus der Videospielwelt wegzudenken ist, auch wenn mein Herz eher an den wirklich alten Teilen hängt. Civ 1 und Civ 2 waren für mich echte Meisterwerke, die man auf keine Fall verpasst haben sollte.
Genre: Strategy
Commandos: Origins hat mich direkt in die Zeit der Klassiker zurückkatapultiert – diese clevere Mischung aus Stealth, Taktik und Teamwork fühlt sich wie eine absolut würdige Wiederbelebung der Reihe an. Die Missionsdesigns sind immer noch ein Highlight: Jede Ebene fordert dich heraus, mit deinen Commandos im Schatten zu schleichen, Fallen zu stellen und Nazis in atemberaubenden Szenarien auszumanövrieren. Die neuen Features wie das dynamischere Umfeld und die verbesserte KI sorgen für frische Momente, die mich stundenlang vor dem Bildschirm fesseln.
Trotzdem merkt man, dass das Spiel seinen Wurzeln treu bleibt – manchmal zu sehr. Die Steuerung wirkt stellenweise klobig, vor allem bei präzisen Aktionen, und ein paar Puzzles wiederholen sich ein bisschen zu oft. Es ist kein Meilenstein, der die Serie neu erfindet, sondern eher ein solides Remake-Feeling mit modernem Anstrich.
Für Genrefans ist es absolut empfehlenswert – wenn du die alten Teile geliebt hast, wirst du hier garantiert deinen Spaß haben und nostalgisch grinsen. Ich hab’s durchgezockt und genossen, aber es hat mich nicht umgehauen.
D
Genre: Strategy
Wenn man über die Amiga-Ära spricht, kommt man an Defender of the Crown nicht vorbei. Es gilt bis heute als ein technisches Meisterwerk, das mit seinen für damals unglaublichen Pixelgrafiken Maßstäbe gesetzt hat. Doch während die Fachwelt und die älteren Spieler in Begeisterung schwelgten, saß ich vor dem Bildschirm und war schlichtweg viel zu jung, um wirklich zu begreifen, was in dieser komplexen Mischung aus Strategie und Eroberung eigentlich passierte.
In meiner Erinnerung ist das Spiel untrennbar mit einigen sehr nervigen Minigame-Einlagen verbunden, die mir heute noch regelrecht Kopfschmerzen bereiten, wenn ich nur daran denke – sei es das Lanzenstechen oder die Burgbelagerungen, die mich damals schier verzweifeln ließen. Mir ist völlig bewusst, dass dieser Titel als absoluter Kultklassiker in die Geschichte eingegangen ist. Aber wenn ich ehrlich in meine eigene Vergangenheit blicke und das Spiel so bewerte, wie ich es damals erlebt und heute in Erinnerung habe, reicht es trotz der wunderschönen Optik leider nicht für eine Spitzenplatzierung. Ein Meilenstein der Videospielgeschichte, der mich persönlich aber eher mit gemischten Gefühlen zurücklässt.
Genre: Action-RPG
Ich spielte das allererste Diablo, D2 hab ich, aus welchen Gründen auch immer, ausgelassen, war süchtig nach D3 und nun spiele ich immer wieder gern Diablo IV. Es ist mit den Jahren immer besser geworden, hat uns eine Menge Quality of Life Changes gebracht und ballert ordentlich. Es werden neue Klassen kommen und ich freue mich jetzt schon sehr auf das 2te DLC. Für mich ist Diablo die beste ARPG-Reihe auf dem Planeten.
Genre: Action
Der Duke ist da… und wie. Ich bin mir nicht 100% sicher, aber ich glaube Duke Nukem 3D war der erste First-Person-Shooter mit zerstörbarer Umgebung. Man konnte Löcher in Wände schießen, also nicht in alle, nur in ein paar wenige, Lüftungsgitter auftreten und in Toiletten pinkeln.
Für mich wird Duke Nukem 3D für immer einen Platz in meinem Herzen haben, denn mit diesem Spiel fing ich an mich für Leveleditoren zu interessieren. Das war damals noch super komplex und eigentlich brauchte man dafür ein Studium. Durchgefuchst hab ich mich trotzdem. Zusammen mit einem Kumpel bauten wir verrückte Level, die wir alle paar Wochen auf “Zwei-Mann-LAN-Parties” dann ausprobierten. Es war ein riesiger Spaß.
E
Genre: Action
Elden Ring ist ohne Frage ein monumentales Erlebnis. Wenn ich die Welt betrete, bin ich sofort fasziniert: Die Optik ist atemberaubend, die Steuerung fühlt sich absolut präzise an und man merkt in jeder Ecke, wie viel Herzblut in dieses Projekt geflossen ist. Es gibt eigentlich nichts an dem Spiel auszusetzen – es macht handwerklich einfach alles richtig. Dennoch merke ich immer wieder, dass ich kein typischer From Software-Spieler bin.
So sehr ich dieses Spiel und seine Atmosphäre auch lieben möchte, schaffe ich es meist nur für ein paar Stunden, mich wirklich in dieser Welt zu verlieren. Ich erkenne absolut an, dass es völlig zurecht als eines der besten Spiele aller Zeiten gefeiert wird, aber mich persönlich packt das Genre am Ende einfach nicht fest genug. Es ist ein faszinierendes Kunstwerk, zu dem ich zwar immer wieder respektvoll aufblicke, in dem ich mich aber nie so ganz zu Hause fühle.
H
Genre: Action
Was willste denn über Half-Life 2 schon schreiben? Dieses Spiel ist ein absoluter Meilenstein der Videospiel-Geschichte und zwar genreübergreifend. Es ist eines der meistverkauften Spiele aller Zeiten, Steam wurde eingeführt und die Modding-Szene machte daraus Evergreens wie Counter-Strike. Half-Life 2 bot abartig gute Grafiken und Sounds und eine bahnbrechende Physik-Engine mit Hilfe der man auch einige Passagen im Spiel bewältigen musste.
In meiner Erinnerung sicher der beste Shooter den ich je gespielt habe und von mir eine glatte 10 von 10. Spielt Half-Life 2!
I
Genre: Fighting
Irgendwie fummelige Steuerung, aber International Karate+ revolutionierte die Kampfspiele. Für 1987 waren es super flüssige Animationen und geniale Sounds. Vermutlich eines der einflussreichsten Spiele Mitte/Ende der 80er.
L
Genre: Action
Ein absoluter Spaß im Multiplayer. Ich habe es super gern im Couch-Koop gespielt und hatte so manch lustige Stunde mit Freunden bei dem Game. Absolut empfehlenswert.
Genre: Action
Was für ein innovatives Spiel Lemmings damals war. Man kam unheimlich schnell in das Prinzip rein, und als Kind habe ich es absolut geliebt. Es hatte diese perfekte Mischung aus Knobelei und Charme, die einen sofort gepackt hat. Ein ganz besonderes Highlight war der Soundtrack – der war einfach grandios. Sogar heute habe ich noch einige dieser Melodien im Ohr, und die ikonischen „Oh no!“-Rufe verirren sich auch hin und wieder ganz spontan in meinen Kopf.
Lemmings war zu seiner Zeit wahnsinnig erfolgreich, und das völlig zu Recht. Aus meiner Sicht wurde dieses Spielerlebnis nur noch durch den zweiten Teil getoppt, der das Konzept konsequent weitergedacht hat. Alles, was danach unter diesem Namen veröffentlicht wurde, war leider unsinnig und konnte den Magie der ersten Tage nicht mehr einfangen. Für mich bleiben die frühen Lemmings-Stunden auf dem Amiga eine der prägendsten Erinnerungen meiner Kindheit.
Genre: Puzzle
Für mich ist Lemmings 2: Die Tribes schlichtweg das beste Lemmings, das jemals erschienen ist, und eines der besten Rätselspiele überhaupt. Es ist einer dieser seltenen Fälle, in denen eine Fortsetzung alles richtig macht: Der erste Teil wurde konsequent weitergeführt, ohne den ursprünglichen Charme zu verlieren. Grafisch legte das Spiel eine ordentliche Schippe drauf, was die Welt der kleinen Nager noch lebendiger und detaillierter wirken ließ.
Was Lemmings 2 für mich aber auf eine glatte 10 von 10 hebt, sind die neuen Fähigkeiten und die verschiedenen Stämme. Die Einführung so vieler neuer Modi für die Lemminge brachte eine taktische Tiefe in das Spiel, die mich damals stundenlang vor den Bildschirm gefesselt hat. Es fühlte sich nicht wie ein bloßes Update an, sondern wie eine echte Evolution. Ein absolutes Meisterwerk des Genres, das für mich bis heute unerreicht bleibt.
M
Genre: Strategy
Es gibt Spiele, die einen so tief prägen, dass sie sogar Jahrzehnte später noch Teil der eigenen Identität sind. Mega Lo Mania ist genau dieser Titel für mich – schließlich leitet sich der Name meines gesamten Internetauftritts, marvolomania, direkt von diesem Spiel ab. Es war vermutlich meine allererste Erfahrung im Bereich der Echtzeitstrategie und hat damals einen unheimlich starken Eindruck hinterlassen.
Ich habe es schlichtweg geliebt. Das Prinzip, sich durch die verschiedenen Zeitalter der Menschheitsgeschichte zu forschen, Waffen zu entwickeln und die Vorherrschaft auf den Inseln zu erringen, hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Die markanten Sprachsamples und das süchtig machende Gameplay sind mir bis heute im Gedächtnis geblieben. Mega Lo Mania war für mich weit mehr als nur ein Zeitvertreib auf dem Amiga; es war der Funke, der meine Liebe für das Genre entfacht hat und der Grund, warum ich heute unter dem Namen marvolomania unterwegs bin.
P
Genre: Shooter
Ein Puzzle-Shooter? Was? Als ich das erste mal gelesen habe worum es in Portal geht hab ich dankend abgewunken. Irgendwann, Jahre später hab ich dann das Game im Koop durchgespielt und es war eine der absolut besten Gaming-Erfahrungen ever. Spielt das. Löst die Rätsel. Es lohnt sich. Es wird überall als Shooter deklariert, aber es ist im Grunde ein First-Person-Rätselgame und es macht unendlich viel Bock.
S
Genre: Citybuilder
Das erste SimCity war vermutlich auch mein erster Citybuilder. Es entfachte das Strategie/Simulations-Feuer in mir und bis heute spiele ich viele Nachfahren und Ableger von SimCity. Was Maxis unter der Feder von Will Wright hier schuf ist gar nicht hoch genug einzuschätzen, im Ernst. Später folgte mit SimCity 2000 eines der besten Citybuilder ever, aber Maxis startete eine ganze Reihe an Sim-Spielen die ich allesamt geliebt habe. SimAnt, SimFarm, SimTower, SimEarth… Die Liste ist endlos.
Genre: Action
Speedball 2: Brutal Deluxe – Mann, was für ein wilder Ritt das 1990 war! Die Idee dahinter hat mich von Anfang an umgehauen: Ein brutaler Mix aus Fußball, Eishockey und reiner Aggression in futuristischen Arenen, wo du mit dem Puck nicht nur Tore machst, sondern auch Knochen brechen kannst. Das hat so einen einzigartigen Flow, der süchtig macht, wenn man’s mal draufhat.
Aber ehrlich, das Spiel war ein Frustmonster. Die KI war gnadenlos, die Matches oft unfair schwer, und ich hab mehr Joysticks fast zerlegt als Siege gefeiert. Ständig diese endlosen Niederlagen, die einen zur Weißglut treiben – das hat mir die Nostalgie ein bisschen versaut.
Was ich aber echt genial fand, war das kleine Management-Element: Dein Team aufbauen, Spieler trainieren, Ausrüstung kaufen. Das hat dem Ganzen richtig Tiefgang gegeben und es zu mehr gemacht als nur zu stumpfem Action-Gequatsche. Heutzutage würde ich mir total ein frisches Speedball wünschen – mit moderner Grafik, fairerem Balancing und vielleicht noch mehr Features.
Also, Bitmap Brothers, wo bleibt Speedball 3? Die Fans warten!
Genre: Racing
Stunt Car Racer aus dem Jahr 1989 – Mann, das war für mich als Kind ein absoluter Hammer. Ich hab stundenlang vor dem Amiga gehockt und Bauklötze gestaunt, wie geil dieses Racing-Game war. Die Geschwindigkeit hat man richtig gespürt, auch wenn’s technisch nur ein simpler Loop-da-runter war, und die Sprünge über diese riesigen Rampen? Total cool, mit diesem Nervenkitzel, ob der Flitzer heil unten ankommt oder abstürzt. Heute schau ich mir Videos davon an und muss grinsen – es sieht so furchtbar langsam und klobig aus, dass ich an meinem damaligen Urteilsvermögen zweifle. Aber hey, Ende der 80er hatten wir ja nichts Besseres, und in dem Kontext hat’s einfach funktioniert. Ein Stück Nostalgie, das mich immer noch ein bisschen lächeln lässt.
T
Genre: Action
Wenn man an die Bitmap Brothers denkt, kommt man an The Chaos Engine von 1993 nicht vorbei. Es war rückblickend das erfolgreichste Spiel der Entwickler auf dem Amiga und technisch ein echtes Brett. Das düstere Steampunk-Setting und der unverwechselbare Grafikstil haben damals sofort eine ganz eigene Atmosphäre geschaffen. Besonders die Koop-Erfahrung stach heraus: Gemeinsam mit einem Kumpel durch die dystopischen Level zu ziehen und sich gegen die Maschinen der Chaos Engine zu behaupten, war eine richtig gute Zeit vor dem Bildschirm.
Trotz dieser Qualitäten und der handwerklich soliden Umsetzung bleibt mein Blick darauf heute eher nüchtern. Ich bewerte das Spiel rückblickend mit einer 6 von 10, da es am Ende einfach zu wenig Einfluss auf mein dauerhaftes Gamerleben genommen hat. Es war eine sehr gute Erfahrung für den Moment, aber im Vergleich zu anderen Titeln, die mich über Jahrzehnte geprägt haben, war es mir insgesamt dann doch zu wenig. Ein Klassiker der Amiga-Ära, der bei mir persönlich jedoch keinen tiefen Nachhall gefunden hat.
Genre: Platformer
Wer keine Nintendo-Konsole mit Mario hatte griff eben auf den 1:1 Klon von Time Warp Productions zurück. The Great Giana Sisters kopierte das Leveldesign von Super Mario Bros 1:1 und verschwand kurz nach dem Release im Jahre 1987 wieder aus den Regalen, denn Nintendo gefiel diese dreiste Kopie gar nicht. Trotzdem wurde ein Rekord aufgestellt, 15.000 Verkäufe innerhalb weniger Tage. Vermutlich kennt jeder, der einen C64 besaß dieses Spiel. Ich fands große Klasse und habe es sehr sehr oft gespielt.
Genre: Wirtschaftssimulation
Theme Park von 1994 – Mann, dieses Spiel hat mich damals umgehauen und tut es immer noch. Ich kann mir gar nicht vorstellen, ihm eine schlechtere Note zu geben, weil ich es einfach geliebt habe. Bullfrog war für mich neben Blizzard das absolute Top-Studio, die haben mit ihrer Magie einfach Welten geschaffen, die süchtig machen. Theme Park ist für mich ein echter Meilenstein der Wirtschaftssimulationen: Du baust deinen Traumpark, jonglierst mit Budgets, machst die Gäste glücklich und siehst zu, wie dein Imperium wächst. Die Achterbahnen, die verrückten Mechaniker, die ganzen kleinen Details – das war pure PC-Genialität. Jeder, der so was mag, muss das gespielt haben. Reine Nostalgie pur, und es hält bis heute stand!
W
Genre: RTS
Wenn ich an das Jahr 1994 zurückdenke, sehe ich mich noch genau vor dem Monitor, kurz nachdem ich Warcraft: Orcs & Humans zu Release gekauft hatte. Für mich war es ein spannender nächster Schritt, nachdem ich meine ersten echten Strategie-Erfahrungen im Wüstensand von Dune 2 gesammelt hatte. Dune 2 bleibt für mich der ungeschlagene, bessere Einstieg in das Genre, aber Warcraft schaffte es, dieses packende Spielprinzip in ein Fantasy-Setting zu hieven, das mir auf Anhieb gefiel.
Es war faszinierend zu sehen, wie die Mechaniken von Dune 2 hier in eine Welt voller Ritter und Orcs übertragen wurden. Auch wenn das Spiel aus heutiger Sicht mit einer 7 von 10 bei mir abschneidet – was vor allem daran liegt, dass die Serie mit jedem weiteren Teil massiv an Qualität und Komfort dazugelernt hat – war dieser Erstling doch der unverzichtbare Grundstein. Es war ein solider Start in ein Universum, das später noch so viel größer werden sollte.
Genre: MMORPG
Lasst mich so beginnen: World of Warcraft ist mein absolutes Lieblingsspiel. Seit ich 2004 die Beta in die Finger bekam, bin ich gefesselt. Ich spiele dieses Spiel seit über 20 Jahren und liebe es noch immer. Es war mein erstes MMO, und die Faszination, die es damals auf mich ausübte, ist schwer in Worte zu fassen: unendlich große Welten, Freiheit, epische Bosse, Instanzen, Raids und vor allem ein Miteinander, das ich so noch nie erlebt hatte. Ich habe in World of Warcraft über die Jahre viele Freunde gefunden und mit Sicherheit zehntausende Stunden investiert.
Wenn ich mich heute einlogge, ist es fast so, als würde ich nach einer langen Reise nach Hause kommen und die Tür zu einem vertrauten Wohnzimmer öffnen. Jedes Gebiet weckt Erinnerungen an vergangene Nächte, an hart erkämpfte Siege und an Menschen, mit denen ich damals gemeinsam vor dem Monitor saß. Auch wenn ich seit den 80ern schon unzählige Welten gesehen habe, hat mich keine so tief geprägt und so lange begleitet wie Azeroth. Es ist diese Konstante in meinem Leben als Gamer. Ja, das Spiel hat sich verändert, aber ich liebe es nach wie vor. Für mich gibt es kein besseres Videospiel – eine glatte 10 von 10.