Mewgenics: Indie-RPG-Meisterwerk mit Katzenzucht

Mewgenics: Das Roguelike-RPG, das Katzen in den Wahnsinn treibt

Manche Spiele begeistern nicht nur ihr Publikum, sondern entwickeln sich über Jahre hinweg zu echten Dauerbrennern. Titel wie Super Meat Boy oder The Binding of Isaac haben gezeigt, wie viel Tiefe und Langzeitmotivation in Indie-Spielen stecken kann. Perfekt, denn die Entwickler der beiden erstgenannten Games haben nur ihr neustes Werk veröffentlicht: Mewgenics könnte die Gaming-Welt im Sturm erobern.

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Entwickelt von Edmund McMillen und Tyler Glaiel, den Köpfen hinter Hits wie Super Meat Boy und The Binding of Isaac, verspricht Mewgenics eine einzigartige Mischung aus taktischer Tiefe und charmant-skurrilem Katzenchaos. Das Spiel, das ursprünglich bereits 2012 angekündigt wurde und eine wechselvolle Entwicklungsgeschichte hinter sich hat, kombiniert geschickt Elemente aus Fire Emblem und Roguelikes zu einem unvergleichlichen Erlebnis.

Taktisches Katz-und-Maus-Spiel: So funktioniert Mewgenics

Im Kern ist Mewgenics ein Taktik-Rollenspiel, das auf rundenbasierten Kämpfen auf einem Raster basiert. Wir starten mit einem Team von Katzen, die wir im Kampf gegen allerlei kuriose Monster führen. Jede Katze kann im Level aufsteigen, neue Fähigkeiten erlernen und ihre Attribute wie Stärke, Geschicklichkeit oder Intelligenz verbessern. Doch Vorsicht: Wird eine Katze im Kampf besiegt, erleidet sie dauerhafte Verletzungen. Stirbt sie jedoch endgültig, ist sie unwiederbringlich verloren.

Die Kämpfe selbst sind erstaunlich dynamisch. Das Schlachtfeld ist gespickt mit interaktiven Elementen wie Felsen, Wasser oder Kakteen, die taktische Vorteile oder Hindernisse bieten können. Es geht darum, die Umgebung geschickt zu nutzen und die individuellen Stärken der Katzen optimal einzusetzen. Nach jedem gemeisterten Kampf levelt genau eine unserer Katzen auf, was uns dazu zwingt, strategisch zu überlegen, welche Einheit wir stärken wollen.

Zwischen den Schlachten erkunden wir eine Landkarte, stoßen auf zufällige Ereignisse und treffen Entscheidungen, die den Verlauf unseres Abenteuers beeinflussen. Am Ende jedes Gebiets wartet ein Bosskampf, der uns vor eine echte Herausforderung stellt. Das Spielprinzip ähnelt einem Roguelike: Sind wir erfolgreich, schalten wir neue Gebiete, Gegenstände und sogar Charakterklassen für unsere Katzen frei. Ein Abbruch eines Runs ermöglicht es uns, gefundene Schätze zu sichern und unsere überlebenden Katzen wohlbehalten nach Hause zu bringen.

Die Zucht der Super-Katzen: Mehr als nur niedliche Haustiere

Der zweite zentrale Pfeiler von Mewgenics ist die Katzenzucht. Wenn unsere kampferprobten Katzen von ihren Abenteuern zurückkehren, gehen sie in Rente und widmen sich im Katzenparadies – einem zu erweiternden Haus – der Zucht. Hier paaren sich Männchen und Weibchen, um Nachkommen mit einzigartigen Merkmalen zu zeugen. Die Kätzchen erben dabei Attribute und sogar Fähigkeiten ihrer Eltern, was uns die Möglichkeit gibt, gezielt leistungsstarke Kampfkatzen zu züchten. Je besser unser Haus ausgestattet ist, desto höher ist die Chance auf besonders gute Vererbung.

Jeden Tag stehen außerdem Streuner vor unserer Tür, die wir rekrutieren können. Auch das Versorgen unserer Nachbarn mit Katzen bringt Vorteile: Frisch geborene Kätzchen für den einen, kampferprobte Recken für den anderen oder verletzte Tiere für einen Jungen, der sich um sie kümmert. Durch diese Interaktionen schalten wir weitere Einrichtungsgegenstände und Lagerplatz frei, was wiederum unsere Zuchtbemühungen verbessert.

Besonders spannend wird es bei der Charakterklasse: Jede Katze erhält durch ein Halsband eine Klasse zugewiesen, die ihr Boni und Talente verleiht. Die Kombination verschiedener Klassen durch Zucht ermöglicht unerwartete und mächtige Builds. Ein Dieb, der zuschlägt wie ein Krieger, oder ein Bogenschütze mit Elementarmagie – die Freiheit, individuelle Katzenteams zusammenzustellen, ist enorm. Dies führt zu einer bemerkenswerten Spieltiefe und Langzeitmotivation, da jeder neue Wurf an Kätzchen frische strategische Möglichkeiten eröffnet.

Visueller Stil und unverkennbarer Humor

Mewgenics mag auf den ersten Blick mit seiner Optik an Flash-Spiele aus den frühen 2000ern erinnern. Das liegt daran, dass Entwickler Edmund McMillen mit Adobe Animate arbeitet, das auch schon für seine früheren Werke zum Einsatz kam. Doch hinter der vermeintlich simplen Ästhetik verbirgt sich ein ausgeklügeltes Design. Jede Katze setzt sich modular aus verschiedenen Körperteilen zusammen, die alle unterschiedliche Formen und Muster annehmen können. Verletzungen oder Besonderheiten werden sichtbar dargestellt und vererbt. So entstehen unzählige einzigartige Katzen mit individuellen Persönlichkeiten, zu denen man schnell eine emotionale Bindung aufbaut.

Der Humor in Mewgenics ist typisch für McMillen: albern, grenzwertig und rabenschwarz. Das Spiel ist gespickt mit Referenzen an Popkultur, Filme und andere Spiele. Es nimmt kein Blatt vor den Mund und behandelt selbst kontroverse Themen mit einer gewissen Gleichgültigkeit, die jedoch niemals böswillig wirkt. Charakterklassen mit ADHS, Depressionen oder Down-Syndrom sind nicht politisch korrekt, sondern bieten einzigartige Vorteile und Herausforderungen, die zum Experimentieren einladen und eine ungewohnte Inklusivität schaffen.

Ein besonderes Highlight ist der Soundtrack: Jedes Gebiet hat einen eingängigen Ohrwurm, der im Bosskampf Gesang erhält. Die Texte sind dabei so skurril wie das Spiel selbst, aber die Musik ist schlichtweg phänomenal und trägt maßgeblich zur einzigartigen Atmosphäre bei. Die Geräusche der Katzen stammen zudem von menschlichen Sprechern, was dem Spiel eine weitere charmante Note verleiht.

Ein unendliches Abenteuer?

Der Umfang von Mewgenics ist schon jetzt immens, doch das wahre Potenzial entfaltet sich erst im Laufe mehrerer Durchläufe. Selbst nach Hunderten von Stunden entdecken Spieler immer wieder neue Gebiete, Quests und Gegner. Die Geschichte entwickelt sich stetig weiter und überrascht mit unerwarteten Wendungen und tiefgründigen Enthüllungen. Es ist kaum möglich, das Spiel beiseitezulegen, da jeder Kampf neue Möglichkeiten birgt und die Story und ihre Figuren faszinierend sind. Die Entwickler haben bereits angekündigt, dass sie Mewgenics über Jahre hinweg weiterentwickeln wollen, ähnlich wie The Binding of Isaac. Dies verspricht eine stetige Erweiterung des Inhalts und neue Spielmechaniken, die das bereits fantastische Spielerlebnis noch weiter vertiefen werden.

Mewgenics ist nicht perfekt – einige Zufallsereignisse können frustrierend sein, und das Balancing ist aufgrund der schieren Anzahl an Variablen eine ständige Herausforderung. Doch das experimentelle Gameplay und das Gefühl, die Spielmechaniken zu manipulieren, um übermächtige Katzenteams zu erschaffen, machen diese kleinen Makel wett. Für Fans von taktischen RPGs, Roguelikes und einem guten Schuss schwarzen Humors ist Mewgenics ein absolutes Muss.

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