WoW Midnight: Alle Heiler ausprobiert

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WoW Midnight Heiler: Der aktuelle Stand in der Beta

In der WoW Midnight Heiler-Beta habe ich mir in den letzten Wochen wirklich jeden Heiler im Mythic+-Bereich gegeben. Nicht, um eine sinnlose Tierlist zu basteln, sondern um herauszufinden: Welche Speccs machen Spaß, wie komplex sind sie und wem würde ich sie zum Release empfehlen?

Wichtiger Rahmen: Was die Beta aussagen kann – und was nicht

Bevor es in die einzelnen Klassen geht, ein paar Grundlagen, damit du meine Einschätzungen richtig einordnen kannst.

  • Zahlen sind noch nicht final: Tuning ändert sich in der Beta ständig. HPS- oder DPS-Rankings jetzt schon in Stein zu meißeln, wäre Unsinn.
  • Fokus auf Design und Spielgefühl: Ich bewerte in erster Linie Gameplay, Komplexität, Synergien und wie sich die neuen Sets anfühlen.
  • Perspektive: Mythic+ – Raidaspekte schwingen mit, im Kern ging es mir aber um Dungeons.
  • Damage gehört dazu: Wer in hohen Keys heilen will, muss auch Schaden machen. Einige Heiler machen das passiv, andere brauchen dafür bewusst „freie“ Globals. Das ist aus meiner Sicht ebenfalls ein wichtiger Punkt.

Ich gehe die Specs im Grunde der Reihe nach durch und schildere jeweils kurz: Set-Design, Heilstil, Damage-Integration, Komplexität und meinen persönlichen Spaßfaktor.

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Holy Priest – überraschend rund und zugänglich

Der Heiligpriester war für mich eine der positiven Überraschungen. In vielen Seasons lief praktisch alles über Disziplin, jetzt fühlt sich Holy in Midnight endlich wieder nach einer ernsthaften Alternative an.

Das Set dreht sich um eine verstärkte Version der Blitzheilung, die in bestimmten Situationen in einen stärkeren Zauber übergeht und dabei ein göttliches Abbild beschwören kann, das mitheilt. Dieses Abbild bleibt mit Setbonus länger aktiv und heilt sowie schadet stärker. Klingt komplexer, als es sich spielt: Im Alltag wird vor allem eine clevere Nutzung von Gebet der Heilung wichtiger.

Der Heilstil setzt weiterhin stark auf Klassiker wie Gebet der Besserung, Gebet der Heilung, Epiphanie und Machtwort: Schild. Dazu kommt ein solider Tank-External in Form des Schutzgeistes und natürlich der Gruppenbuff mit mehr Ausdauer.

Spannend wird es beim Schaden: Holy macht praktisch keinen nennenswerten DPS „nebenbei“. Wenn ich Damage machen will, muss ich mir diese Globals aktiv freischaufeln und gezielt Heiliges Feuer, Heilige Pein, Heilige Nova und Züchtigung einbauen. In der Beta, wo viele Spieler noch jede Mechanik fressen, fühlt sich das stellenweise undankbar an – da sitzt man länger im Heilspam, als einem lieb ist.

Komplexität: eher niedrig. Es gibt Abhängigkeiten, die man tracken sollte (z.B. Interaktionen von Schild und Gebet der Besserung), aber nichts, was einen erschlägt. Nach kurzer Eingewöhnung läuft der Priester flüssig.

Spaßfaktor: hoch. Der Stil mit springenden Heilbuffs und starken Gruppentools fühlt sich einfach gut an. Einziger Wermutstropfen ist der im Vergleich niedrige Damage Output – zumindest im aktuellen Stand.

Evoker Heiler – maximal mobil, maximal Buttons

Der Rufer bleibt in Midnight der absolute König der Mobilität und Reichweite. Wer Spaß daran hat, sich clever zu positionieren und die Gruppe um sich herum zu „orchestrieren“, wird hier glücklich – wer chaotisch steht, wird bestraft.

Das Set fokussiert sich auf die tiefgrüne Umarmung: mehr Heilung, kürzerer Cooldown und bei jedem Einsatz entsteht unter dem Ziel automatisch eine Smaragdblüte mit voller Wirkung. Das verstärkt einen Spell, der ohnehin schon wichtig war, ohne den kompletten Playstyle umzuschreiben.

Beim Heilen fährt der Evoker mit Abstand die vollsten Leisten. Smaragdblüte, Echo, Traumatem, Zurückspulen, Zeitanomalie, Stasis, dazu Mobility-Tools wie Schweben – es hört nicht auf. Der Tank-External über Zeitmanipulation ist stark und kurz getaktet, was sich in Dungeons immer gut anfühlt.

Damage kommt zum großen Teil aus denselben Kernspells wie Chronoflammen, ergänzt um Dinge wie Feueratem, Desintegration und Tiefer Atem. Passiver Schaden entsteht nur begrenzt, ich muss DPS bewusst einplanen.

Komplexität: sehr hoch. Cooldowns wollen vorausschauend geplant werden, Stasis belohnt gutes Setup, und Spells wie Umkehrung verlangen wache Augen auf den Lebensbalken des Ziels. Wer den Dungeon nicht kennt, wird sofort bestraft.

Spaßfaktor: für mich extrem hoch. Wenn man die Abläufe einmal intus hat, fühlt sich der Spec wie ein kleines Klavier an, auf dem man Combos spielt. Im Moment gehört der Evoker ganz klar zu meinen Top-3-Heilern in Midnight.

Mistweaver Monk – stylisch, simpel, aber auf Dauer stumpf

Der Nebelwirker ist so ein kleiner Dauerbrenner bei mir: Ich nehme mir regelmäßig vor, ihn ernsthaft zu mainen, und rutsche dann doch wieder ab. In Midnight habe ich ihn hauptsächlich im Nahkampf-Heilstil über den Weg des Kranichs gespielt.

Das Set ist schnell erklärt: Erneuernder Nebel heilt deutlich stärker und wird nach der Nutzung von Donnerfokustee über 20 Sekunden automatisch auf Verbündete verteilt. Kein verrücktes Gimmick, aber ein solider Buff für den Kern-HoT des Specs.

Der Heilstil verknüpft Nahkampfschaden mit Heilung. Tritt der aufgehenden Sonne bzw. sein Talent-Upgrade verteilt Hots, viele Nahkampfskills triggern weitere Heilung. Dazu kommen klassische Spells wie Beleben, Einhüllender Nebel und ein dicker CD mit Jade-Schlange oder Yulon.

Weil so viele Heilungen an deinen Nahkampfangriffen hängen, entsteht ein großer Teil der Heilung passiv, sobald du einmal in deiner DPS-Rotation drin bist. Aktive Heals brauchst du vor allem, wenn einzelne Spieler hart getroffen werden.

Komplexität: überraschend niedrig, zumindest im Melee-Build. Die Rotation besteht in der Praxis aus wenigen Kernbuttons, die sich schnell automatisieren. Die kurzen Cooldowns der CDs machen den Spec zusätzlich verzeihend.

Spaßfaktor: gespalten. In Trash-Pulls macht der Mönch unglaublich Laune – hoher Schaden, viel Bewegung, stylische Animationen. In längeren Bosskämpfen wird das Ganze jedoch eintönig, weil man gefühlt minutenlang dieselben drei Knöpfe drückt. Optisch und vom Flow her liebe ich ihn trotzdem.

Discipline Priest – starker Kern, lahmes Gefühl

Disziplin ist für viele entweder Liebe oder Hass, dazwischen gibt es wenig. Ich mag das Konzept, Schaden zu machen, um zu heilen, seit Jahren – und rein mechanisch funktioniert es in Midnight weiterhin ähnlich wie bisher.

Das Set bufft vor allem direkte Heilspells wie Blitzheilung, Schattenheilung und Machtwort: Strahlen und sorgt dafür, dass über diese Spells verteilte Abbitte länger hält. Man muss sein Gameplay dafür nicht groß umbauen, es verstärkt eher das, was der Spec ohnehin tut.

Der Grundplan bleibt: Abbitte verteilen, dann Schaden fahren und dadurch die Gruppe heilen. Dazu kommen starke Def-CDs wie Schmerzunterdrückung und die zwei bekannten Gruppencooldowns.

Komplexität: liegt weniger in der Rotation, sondern im Timing. Wer den Dungeon und die Schadensspitzen kennt, kann Disci glänzen lassen. Man spielt praktisch immer einen Schritt in die Zukunft hinein.

Spaßfaktor: und hier kommt leider der Dämpfer: In der Beta fühlt sich Diszi extrem träge an. Die Basisgeschwindigkeit wirkt, als hätte man permanent ein paar Beruhigungsmittel intus. Ich hoffe, dass sich das mit finalem Gear noch ändert, aber aktuell ist der Disziplinpriester für mich der größte Stimmungskiller unter den Heiler-Specs.

Resto Druid – Hot-Monster mit aktivem Schadensspiel

Der Wiederherstellungsdruide bleibt das wandelbare Allroundtalent mit tiefreichender Komplexität. In Midnight fühlt er sich vertraut an, aber mit ein paar cleveren Anpassungen, die den Flow deutlich verbessern.

Das Set pushed klar Wildwuchs: mehr Heilung, kürzerer Cooldown, weniger Manakosten. Wer das liest, weiß sofort, worum man sein Kit herum aufbauen sollte. In der Praxis wird Wildwuchs zum absoluten Arbeitstier im Dungeon.

Heilung kommt wie gewohnt über Hots: Verjüngung, Blühendes Leben, Wildwuchs, dazu gezieltes Nachwachsen und starke CDs wie Gelassenheit und Konvokation der Geister. Mit Talenten kann man sich außerdem wieder häufiger in den Baum verwandeln.

Beim Schaden bleibt es anspruchsvoll: Wer wirklich Druck machen will, shapeshiftet viel in die Katzenform, verteilt DoTs und arbeitet mit Finishern. Alternativ kann man deutlich einfacher über Mond- und Sonnenfeuer gehen, verzichtet dann aber auf Potenzial.

Komplexität: hoch, aber logisch. Man jongliert Hots, CDs und Formen. Eine geniale Änderung: Erblühen folgt nun dank Talent automatisch dem Ziel, statt stationär auf dem Boden zu liegen. Dadurch wird eine frühere Nerv-Mechanik elegant entschärft.

Spaßfaktor: für mich enorm. Ich habe mit keinem anderen Heiler so konstant das Gefühl gehabt, für jede Situation eine Antwort zu haben. Der Aufwand beim DPS ist hoch, aber genau das macht den Reiz aus. Der Druide landet damit ebenfalls locker in meinen Top 3.

Holy Paladin – simpel, knackig und erstaunlich befriedigend

Der Heiligpaladin ist so etwas wie der „BM“ unter den Heiler-Specs in Midnight: leicht zu verstehen, aber deswegen nicht automatisch langweilig. Im Gegenteil, der klare Aufbau rund um Heilige Macht macht erstaunlich viel Spaß.

Das Set verstärkt in erster Linie den Heiligen Schock, der damit noch mehr zum zentralen Werkzeug wird – sowohl für Heilung als auch für Schaden.

Der Heilstil basiert auf dem Generieren und Ausgeben von Heiliger Macht. Spells wie Heiliger Schock bauen sie auf, Fähigkeiten wie Ewige Flamme oder Licht der Morgendämmerung verbrauchen sie. Große Gruppenhits kontert man, indem man Leuchtfeuer verteilt und anschließend mit verstärkten Heals reinspamt.

Beim Schaden steht man nur noch dann wirklich im Nahkampf, wenn man Schild der Rechtschaffenen nutzen will. Der Rest läuft entspannt auf Reichweite über Schock und Richturteil, Weihe wird automatisch platziert. Ein Teil des Schadenstools läuft dadurch ganz nebenbei.

Komplexität: niedrig bis moderat. Die Grundrotation hat man schnell verstanden. Anspruchsvoll wird eher der Umgang mit der vielen Utility – Schutzsegen, Handauflegen, Stuns, Bubble, Bewegungsfreiheit und Co.

Spaßfaktor: unerwartet hoch. Das Minigame rund um Heilige Macht fühlt sich befriedigend an, die Sounds und Effekte sitzen und die Kombination aus einfacher Rotation und starkem Impact passt mir gerade richtig gut.

Resto Shaman – solide Bank mit viel Utility

Der Wiederherstellungsschamane gehört schon länger zu meinen Lieblingsheilern. In Midnight bleibt er relativ geradlinig, bekommt aber durch das Set eine klare Richtung vorgegeben.

Alles dreht sich um Leben entfesseln: kürzerer Cooldown, deutlich mehr direkte Heilung und ein verstärkender Effekt, der gleich zwei nachfolgende Spells betrifft. Dadurch rückt eine Fähigkeit in den Fokus, die man in der aktuellen Live-Version oft ignoriert.

Die Heilung läuft stark über Totems und wenige Kernspells: Springflut, Welle der Heilung, Heilungstotems und große CDs wie Aszendenz oder das Verbindungstotem. Kettenheilung castet man selten direkt, das übernehmen meist Talente und Totems.

Beim Schaden setzt der Schami auf ein sehr simples Paket aus Flammenschock, Blitzschlag / Kettenblitzschlag und Lavaeruption. Viel DPS kommt über ein Totem, das in Kombination mit einem Talent Flächenschaden auf den Boden legt. Effektiv, aber auf Dauer monothematisch.

Komplexität: mittel. Die eigentliche Heilrotation ist einfach, die Tiefe kommt aus der enormen Utility: Stuns, Slows, Movementbuffs, Wolfgestalt, spezielle Totems und – als einziger Heiler – ein Kick (der in der Beta allerdings einen langen Cooldown bekommen hat).

Spaßfaktor: solide. Output und Tools sind stark, irgendetwas zündet bei mir derzeit aber nicht ganz so wie bei Evoker, Druide oder Paladin. Für Einsteiger würde ich ihn trotzdem weiterhin empfehlen, weil er sehr verzeihend ist und viel Raum für Wachstum bietet.

Fazit: Welche WoW Midnight Heiler werde ich wirklich spielen?

Nach vielen Stunden in der Beta zeichnet sich für mich ein klares Bild ab: Wer bisher gerne geheilt hat, wird auch in WoW Midnight Heiler nicht enttäuscht. Die Toolkits sind etwas gestrafft, aber längst nicht so flach, wie es viele Vorab-Gerüchte befürchten ließen.

  • Top Picks für mich derzeit: Evoker, Druide und Paladin.
  • Holy Priest: überraschend spaßig, besonders für alle, die ein klareres, klassisches Heilergefühl mögen.
  • Mistweaver: mega stylisch, im Trash großartig, auf Bossen schnell eintönig.
  • Resto Shaman: starke, gradlinige Wahl mit viel Utility, gerade für Einsteiger.
  • Disci: mechanisch okay, aber aktuell schlicht zu träge im Spielgefühl.

Bis zum Release wird sich beim Feintuning noch einiges bewegen. Für meine eigene Planung steht aber schon fest: Ich werde definitiv wieder heilen – und wahrscheinlich mehr als nur einen Spec ernsthaft pushen. Such dir den Heiler, dessen Spielstil dir liegt, und nicht den, der gerade in einem Spreadsheet ganz oben steht.

Wenn du Fragen zu einem bestimmten Heiler hast oder dir zu einem Spec ein eigener Guide wünschst, meld dich gern – und vor allem: Probier die Dinger selbst aus, sobald du die Gelegenheit hast.

Zum Schluss noch mein Aufruf an dich: Such dir in WoW Midnight den Heiler, der dich vom Gameplay her packt, und nicht den, der irgendwem auf YouTube gefällt – und dann geh all-in. Heilen macht schon Bock!

Komm gern auf meinen Discord-Server, um über das Thema zu sprechen: https://discord.marvolomania.de/

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